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Tourismus & Reisen

 

Tourismus

Der Mensch hat sich schon immer von einem Ort zum anderen bewegt. Nur die Reisedauer, die Art der Fortbewegung und vor allem die Entfernung hat sich im Laufe der Jahrhunderte verändert. Ausschlaggebend hierfür ist vor allem die Motorisierung des Menschen.

Nach vielen Versuchen mit meist sehr phantasievollen Gebilden wie z. B. im Gleitflug, bekannt durch die Experimente von Otto Lilienthal, revolutionierten die Gebrüder Wright Anfang des 20. Jahrhunderts mit ihren Kenntnissen über die Motorisierung die Flugversuche der Menschen. Diese Technisierung war der bedeutendste Schritt in der Geschichte der Luftfahrt. Für die Menschen einfacher und daher auch um Jahrtausende älter war die Fortbewegung auf dem Wasser. Die erste bekannte Darstellung eines Schiffes mit Segel ist auf einer ägyptischen Totenurne aus Luxor aus der Zeit 5000 v. Chr. zu finden. Die Entwicklung der Segelboote geht durch die Wikingerzeit und das Mittelalter bis in die Neuzeit. Nach einem Patent von Daimler entstand 1886 das erste Motorboot, das mit einem Gasmotor angetrieben wurde. Richard Trevithick nahm 1804 die erste Dampflokomotive in Betrieb. Jedoch lief diese Maschine noch auf Rädern ohne Spurkränze. Diese Entwicklung kam 1825. In England wurden damals zum ersten Mal auch Personen befördert, und das Prinzip der spurkranzgeführten Eisenbahn mit der Spurweite 1435 mm setzte sich durch.

Danach folgte eine rasante Entwicklung, denn die Eisenbahn entwickelte sich schnell zu einem vernetzten Verkehrsmittel in Europa und Nordamerika und verkürzte die Reisezeiten bahnbrechend. Mit der Entwicklung der Fortbewegungsmittel ging eine vermehrte Reiselust der Menschen einher, was weitere Erfindungen im Bereich des Tourismus nach sich zog.

1827 wurde von K. Baedeker der erste Fachverlag für Reisehandbücher gegründet. 1841 organisierte Thomas Cook die erste touristische Gruppenreise und 1845 gründete er das erste Reisebüro in Lancaster. 1866 folgte Karl Stangen mit seinem Reisebüro in Breslau. Er bot im Jahre 1873 bereits Reisen nach Ägypten an und 1878 sogar die ersten Weltreisen. Die erste Jugendherberge öffnete 1909 auf der Burg Altena im Sauerland ihre Türen und 1938 fand auf dem Kreuzfahrtschiff "Wilhelm Gutshoff" die erste Kreuzfahrt für Jedermann statt. Neckermann gründete 1963 mit "NUR-Touristik" ein zweites Versandhaus speziell für Pauschaltourismus. Bis zum 20. Jahrhundert hat sich der Tourismus zu einer ständigen Völkerwanderung entwickelt. Bereits das letzte paradiesische Fleckchen scheint im Angebot eines Reiseveranstalters enthalten zu sein. Das internationale Tourismusaufkommen hat sich von 25 Millionen in 1950 bis zu 806 Millionen in 2005 entwickelt, und der Drang des Menschen nach Erholung und Freizeitgestaltung vorrangig im Ausland bleibt ungetrübt.

Urlaubsreisen

Der bezahlte Jahresurlaub entstammt der Zeit des Kaiserreiches und dem althochdeutschen Wort für "erlauben". Bis heute ist dies die Zeit, die ein Arbeitnehmer seinem Arbeitsplatz berechtigt (mit Genehmigung) für einen bestimmten Zeitraum fernbleiben darf. In Deutschland gibt es inzwischen verschiedene Arten des Urlaubes: Mutterschutz und Erziehungsurlaub, Sonderurlaub sowie den Erholungsurlaub. Auf den Erholungsurlaub besteht ein gesetzlicher Anspruch pro Kalenderjahr. Bei diesen vielen Möglichkeiten des Urlaubes ist es immer noch der Erholungsurlaub, der für die Reiselust, sprich Erholung in fremden Ländern genutzt wird. Daher stammt auch die Bezeichnung Urlaubsreise. Unterschieden wird zwischen Individualreisen, die vom Reisenden selbst geplant werden und Pauschalreisen, den Angeboten der Reiseveranstalter.

Entsprechend den vielseitigen Interessen gibt es eine Vielzahl von Angeboten.

Für Outdoorfreunde bieten sich Sport- und Abenteuerreisen an. Weitere Angebote reichen von Bade-, Wander-, Skiurlaub bis hin zu Gesundheits-, Wellness und Kulturreisen. Spezialangebote wie Städtereisen, Musical- oder Opernreisen sowie auch Sprachreisen runden das Bild ab. Besondere Formen der Urlaubsreise sind Kreuzfahrten oder die Weltreise. Insgesamt werden bei den Angeboten für den Urlaub in immer mehr Ländern immer mehr speziell orientierte Aufenthaltsformen angeboten. Wildwasserrafting ist genauso beliebt wie die schon länger angebotene Safari. Der Mensch sucht in dieser freien Zeit nicht mehr nur nach Erholung sondern immer mehr nach der Herausforderung, dem Besonderen. Alltagsfremd sollen sowohl das Land als auch die Aktivitäten sein.

Sprachreisen

Eine mit einem Sprachkurs verbundene Auslandsreise, beziehungsweise eine Auslandsreise mit dem Ziel Kenntnisse dieser Landessprache zu erlangen, nennt man Sprachreise. Mit dem steigenden Bedarf an Sprachreisen stieg auch das Angebot der speziell darauf zugeschnittenen Reisen, und einige Reisebüros spezialisierten sich sogar auf dieses Angebot. Dieses enthält mindestens die Anreise, Unterkunft und den Sprachkurs, der an spezialisierten Sprachschulen stattfindet. Erweitert werden kann das Angebot durch Freizeit- und Kulturprogramme. Somit kann dem Sprachreisenden ein gut organisiertes "Rundum-Paket" angeboten werden.

Um das Ziel zu erreichen, in möglichst kurzer Zeit ein möglichst großes Vokabular zu erreichen und die sprachlichen Fähigkeiten auszubauen werden meist 15- bis 30 Wochenstunden Sprachunterricht angeboten. Das Ziel, möglichst effektiv eine Sprache zu lernen, lässt sich so relativ schnell und ohne großen Lernaufwand erreichen.

Förderlich ist auch, wenn die Sprachschüler während der Sprachreise bei einer Gastfamilie wohnen. Pro Jahr werden ca. 160.000 Sprachreisen vorgenommen, davon 70% von Erwachsenen. Zu 73% mit dem Ziel Englisch zu lernen, gefolgt von Spanisch, Französisch und Italienisch. Dauer und Angebot der Sprachreisen richten sich auch nach dem Alter der Teilnehmer. Bei Schülern (16+) ist die Dauer der Sprachkurse meist 2 Wochen. Bei Sprachreisenden von 7-19 Jahren 2 bis 4 Wochen wie z. B. Juniorkurse, Abiturvorbereitung oder der "International-Classroom". Ein Studienjahr im Ausland wird ab 16 Jahren angeboten. Das Sprach- und meist auch Kulturstudium des Gastlandes wird nach 6 bis 9 Monaten mit einem Sprachexamen beendet. Doch nicht nur für Schüler und Studenten sind diese Angebote interessant. Immer mehr Erwachsene nutzen diese Möglichkeit sich sprachlich weiterzubilden. Bei allen Sprachreisen verbindet das gemeinsame Ziel die Menschen der unterschiedlichsten Nationalitäten – die Sprache zu erlernen.

Berufsbilder

Der Fortschritt, hauptsächlich die Motorisierung, hat auch im Bereich des Tourismus zu einer gravierenden Entwicklung geführt. Seit die Zeit der "Postkutschen-Reisen" vorüber ist, werden die Entfernungen, die zurückgelegt werden, immer länger, in immer kürzerer Zeit. Mit dieser Entwicklung haben sich auch die Berufsbilder dieser Branche entwickelt. Alleine in Deutschland erzielt der Fremdenverkehr mit seinen rund 2.8 Millionen Beschäftigten 140 Milliarden Euro. 4.000 Gemeinden sind in Tourismusverbänden organisiert und 310 Gemeinden sind als Heilbäder oder Kurorte anerkannt. Dies bildet eine Vielzahl an beruflichen Möglichkeiten, die sich unterscheiden in "Berufe ohne Ausbildung", "Berufe mit Ausbildung" und "Studiengänge".

Berufe ohne Ausbildung sind: Animateur, Praktikant, Reiseleiter, oder Flugbegleiter. Natürlich werden auch hier Anforderungen an Sprachkenntnisse und die jeweils nötigen Fähigkeiten gestellt. Zu den Berufen mit Ausbildung zählen: Assistent im Hotelmanagement, Assistent oder Fachmann im Bereich der Systemgastronomie, Hotelkaufmann, Produktmanager Tourismus oder Reiseverkehrskaufmann.

Ein Studium in diesem Bereich kann sowohl an einer Universität als auch an einer Fachhochschule absolviert werden. Inzwischen gibt es rund 25 verschiedene Studiengänge im Fachbereich Tourismus. Die Berufsakademie (BA) bietet die Möglichkeit das Studium an einer staatlichen Hochschule mit einer praktischen Ausbildung zu verbinden. Die Tourismusakademie bietet nach dem Abitur einen praxisorientierten Studiengang mit dem Abschluss "Internationaler Touristikassistent" an. All diese Möglichkeiten einer qualifizierten Ausbildung bieten eine gute Basis, um in die Touristikbranche einzusteigen und sich dort zu spezialisieren oder weiterzubilden. Das Fundament bilden auf jeden Fall die Grundlagen der Reisewirtschaft, Organisation, sowie die Kommunikation in verschiedenen Sprachen. Hinzu kommen Kenntnisse in Marketing, Geographie und kulturelle Landeskunde.

Wer sich für diese Berufsbilder interessiert sollte auf jeden Fall weltoffen, sprachbegeistert und interkulturell interessiert sein.

Messen

Der große Markt der Reisen wird den Touristen auf zahlreichen Messen und Ausstellung nähergebracht. Infostände von Ländern, deren Namen wir kaum gehört hatten, preisen hier die Schönheit ihrer Region an und möchten den Urlauber in ihr Land locken. Doch mit der Entwicklung des Tourismus ist der Mensch auch reiseerfahrener geworden, was sich in der Nachfrage bemerkbar macht. Auch die gesteigerte Vitalität der älteren Menschen bildet hier eine interessante Zielgruppe. Für alle Reiselustigen, egal welchen Alters, gibt es eine Vielzahl von Messen und Informationsveranstaltungen. Die weltgrößte Tourismusmesse ist die ITB in Berlin, bei der die Organisatoren von 180.000 Besuchern sprechen, denn dort präsentieren mehr als 11.000 Aussteller aus 180 Ländern Ihre Angebote. Aber in ganz Deutschland gibt es das ganze Jahr über informative Veranstaltungen. Für Endverbraucher

werden Messen in den Bereichen Weltenbummler-Messe (Bonn), Regionalmessen, Messe für Pilger- und Glaubensreisen (Mainz), die Reisebörse als Endverbrauchermesse für Reisen und Tourismus, regional in z. B. Erfurt, Leonberg, Regensburg und Chemnitz veranstaltet. Alle richten sich am Bedarf der Urlauber aus und bieten Reisen nach deren Wünschen nach Zielen, Unterkünften und Kosten. Denn gerade die Kalkulierbarkeit der Kosten ist ein inzwischen großer Faktor bei der Entscheidung der Reisewilligen.

Zusammengefasst sind alle Messen im Messekalender. Dieser umfasst Reisemessen auf der ganzen Welt. Für detailierte Informationen über Regionalmessen oder internationale Reisemessen bietet z. B. MessenInfo.de sein Informationsportal an.

 
     

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